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Edemissen Verdacht auf Urkundenfälschung: Freispruch für Pferdeverkäuferin
Kreis Peine Edemissen Verdacht auf Urkundenfälschung: Freispruch für Pferdeverkäuferin
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20:00 15.04.2019
Das Amtsgericht in Peine: Hier wurde verhandelt. Quelle: Eckhard Bruns
Edemissen/Peine

Mit einem Freispruch für die 43-jährige Angeklagte endete am Montag der zweite Prozesstag wegen angeblicher Urkundenfälschung vor dem Amtsgericht Peine. Es ging um ein Pferd, das die Frau aus der Gemeinde Edemissen nach Bayern verkauft hatte – mit vermeintlich geänderten Angaben im Pass des Tieres.

War war passiert? Fest steht, dass 2016 von der Angeklagten eine irische Tinker-Stute mit deren Fohlen für 2500 Euro nach Bayern verkauft wurde. Im Pass der Stute wurde unter anderem die Größenangabe von 140 auf 146 Zentimeter geändert. Auch die Chip-Nummer des Tieres passte nicht mit den Angaben überein.

Die Fragen, wann, warum und von wem diese Änderungen vorgenommen wurden, konnten auch nicht durch die weiteren Zeugenaussagen am Prozesstag geklärt werden. Außerdem gab es weiterhin zu viele Widersprüche bei den Befragungen der Zeugen. Die Angeklagte bestritt weiterhin den Tatvorwurf der Urkundenfälschung. „Ich hatte keine Kenntnis von den Änderungen in den Papieren“, sagte sie.

Die 43-jährige gab an, dass sie sich in der Zuchtgemeinschaft vorrangig um die Kinderreitschule mit der Ausbildung und den Verkauf der Pferde gekümmert habe. Ihre 25-jährige Mitarbeiterin war für die Büro- und Verwaltungsarbeit, darunter Pferde-Pässe, Kaufverträge und Internet, zuständig.

„Hätte sofort alles kontrollieren müssen“

Die 38-jährige Käuferin aus Bayern bestätigte die Angaben der Verkäufer zur Pferdeübergabe auf dem Bauernhof der neuen Besitzerin. „Ich war nervös und habe mir nicht einmal die Barzahlung bestätigen lassen. Die Abweichungen und Änderungen habe ich erst später entdeckt und reklamiert“, äußerte die Käuferin und führte weiter aus: „Ja, ich hätte sofort alles genauer kontrollieren müssen.“

In ihrem Plädoyer machte die Staatsanwältin deutlich: „Ich habe Zweifel an der Beteiligung der Angeklagten bei der Fälschung der Urkunde.“ Daher beantragte sie einen Freispruch.

Viele Fragen blieben offen

Der Vorsitzende Richter schloss sich mit seinem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft an und verkündete den Freispruch für die Angeklagte. In seiner Begründung betonte er: „Es sind leider viele Fragen offen sowie einige Widersprüche ungeklärt geblieben.“ Auch der Gebrauch einer gefälschten Urkunde sei nicht hinreichend nachweisbar gewesen. Die Änderungen ergäben zudem keinen Vorteil beim Verkauf des Pferdes.

Von Eckhard Bruns

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