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Edemissen „Im Grünen Garten“: Anwohner wollen Raser stoppen
Kreis Peine Edemissen „Im Grünen Garten“: Anwohner wollen Raser stoppen
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00:17 13.02.2019
Die Straße „Im Grünen Garten“ in Abbensen ist verkehrsberuhigt. Anwohner klagen, dass sich viele Autofahrer nicht an diese Regelung halten. Quelle: Birthe Kussroll-Ihle
Abbensen

Die Nacht „Im Grünen Garten“ in Abbensen ist ab 4.30 Uhr morgens abrupt zu Ende, wenn die verkehrsberuhigte Anliegerstraße täglich neu zur Durchgangsstraße für Berufspendler und Transporter-Fahrer wird und nach Einschätzung der Anwohner fast alle von ihnen deutlich mehr Gas geben, als erlaubt ist. Seit der Ausbau der Straße vor 15 Jahren von den Anliegern selbst finanziert wurde, würden immer mehr Fahrzeuge durch ihre Straße rasen, darunter auch viele Eddesser, klagen sie.

Anwohner wollen Lösung

Allmählich platzt den Anwohnern der Kragen. Sie verlangen jetzt von der Gemeinde Edemissen eine Lösung. „Es wird höchste Zeit, endlich aktiv zu werden“, spricht Jürgen Wilpert im Namen der Anlieger beim Treffen mit der PAZ im Dorfgemeinschaftshaus Klartext. Einen Vorschlag zur Verkehrsberuhigung liefern die Anlieger gleich mit: Sie favorisieren eine Sackgasse mit Pollern an der Ecke Maschtorkamp/Borweg – „es wäre die preiswerteste Variante“, erklärt Anlieger-Sprecherin Christiane Rumpeltes.

Vorschläge von Verkehrs-Planerin

Damit beziehen sich die Anlieger auf Vorschläge von Verkehrsplanerin Ann-Kathrin Fricke, die sich die Verkehrsströme angesehen und im März 2017 vier Optionen für eine Verkehrsberuhigung „Im Grünen Garten“ entwickelt hatte. Zur Diskussion standen auch vergrößerte Verkehrsinseln, der Umbau des Borwegs sowie Straßen-Schwellen oder eine Aufpflasterung.

Aufgrund der Anliegerinitiative beschäftigte sich der Ortsrat im Juni 2017 bereits mit dem Thema. „Der Ortsrat war für Veränderung, doch er überließ die Art der Änderung dem Gemeinderat. Dieser lehnte strikt ab, die Kosten stünden nicht im Verhältnis zum Nutzen“, erinnert Rumpeltes. Der Ortsrat sei froh gewesen, dass er zum Nutzen der Anlieger keine Entscheidung habe treffen müssen. Der Ortsbürgermeister sowie sein ehemaliger Stellvertreter seien Anwohner des Borwegs.

Anlieger-Umfrage gefordert

„Mit dem Hund bin ich ganz vorsichtig unterwegs, morgens um 5 Uhr ist der Bär los“, klagt eine Anwohnerin. „Die rasenden Autos sind laut und gefährlich, wir haben keine Gehwege“, fügt Rumpeltes hinzu und schlägt der Gemeinde für ein Stimmungsbild eine Anlieger-Umfrage vor. Die Straße sei wieder reparaturbedürftig und Steine seien lose. „Wir haben unsere Straße nicht für die vielen Durchfahrer bezahlt“, machte Rumpeltes deutlich.

Darüber hinaus schlug Adolf Sodemann, Anlieger „Im Grünen Garten“, im Gespräch mit der PAZ vor, dass ein Verwaltungsjurist die Anwohner über Einzelheiten zur Straßenbaubeitragssatzung informieren solle. Hintergrund ist ein bereits stattgefundenes Informationsgespräch des Verwaltungsjuristen im Gemeinderat. Auch die Anlieger hätten Verständnisfragen und möchten Einzelheiten erfahren, sagte Sodemann mit Zustimmung der Anlieger.

Hoffmann: Gemeinde stellt Geschwindigkeitsmessgerät auf

Das Thema Verkehrsberuhigung „Im Grünen Garten“ in Abbensen beschäftigt erneut die Gemeinde Edemissen. „Wir werden in nächster Zeit ein Geschwindigkeitsmessegerät in dem verkehrsberuhigten Bereich aufstellen“, teilte Erster Gemeinderat Rainer Hoffmann auf PAZ-Anfrage mit.

Die Gemeinde habe eigens so ein Messgerät angeschafft. Es werde „Im Grünen Garten“ an einer Straßenlaterne angebracht und zeige die Geschwindigkeit jedes einzelnen Fahrzeugs an. „Geplant ist zunächst ein Messzeitraum von zirka vier Wochen“, sagte Hoffmann. So erhalte man konkrete Daten über die gefühlten und die tatsächlich gemessenen Geschwindigkeiten.

Der Bauamtsleiter wies gegenüber der PAZ darauf hin, dass die Verwaltung seinerzeit als bauliche verkehrsberuhigende Maßnahme sogenannte Verkehrsschwenkungen mit Pollern favorisiert hatte. Diese Lösung habe der Gemeinderat abgelehnt, da für die Maßnahme keine Haushaltsmittel zur Verfügung gestanden hätten.

Falls das Thema erneut in den Gremien beraten werden solle, müsse zunächst der Ortsrat in Abbensen aktiv werden und entsprechende Forderungen stellen. Erst dann könne die Verwaltung den Gemeinderat informieren, wie weiter verfahren werden könne.

Von Birthe Kussroll-Ihle

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