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Edemissen Vor 100 Jahren erhielt Plockhorst einen eigenen Bahnhof
Kreis Peine Edemissen Vor 100 Jahren erhielt Plockhorst einen eigenen Bahnhof
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00:31 06.01.2019
So sah das Plockhorster Bahnhofsgebäude aus. Quelle: Ortsheimatpflege Plockhorst
Plockhorst

Etwa im Jahr 1919 wurde das Empfangsgebäude des Plockhorster Bahnhofs erbaut. „In der Mitte des Bahnhofs hatte der Dienststellenleiter seinen Arbeitsplatz und am Schalter saß der Beamte für den Fahrkartenverkauf. Der Block war die Schaltzentrale für Signale und Weichen, die nicht in den Stellwerken geschaltet wurden“, schildert Ortsheimatpflegerin Silke Freund.

„Besucher und Fahrgäste betraten das Gebäude durch den vorgezogenen Eingang auf der rechten Seite und traten in den Schalterraum, um die Fahrkarten zu lösen. Von dort ging es geradeaus in den Warteraum mit Blick auf die Gleise. Durch eine Tür im rechten Bereich des Raumes kam man in den überdachten Vorraum und durch die Sperre auf den Bahnsteig.“ Wer den Bahnsteig betreten wollte, musste 20 Pfennig zahlen.

Bahnhof mit eigener Bahnmeisterei

Der Bahnhof hatte eine eigene Bahnmeisterei für die Instandhaltung der verschiedenen Strecken, Fahrzeuge und Gebäude. Sie befand sich ganz rechts im Gebäude. „Dort war der Leiter der Bahnmeisterei zuständig für den Umgang mit der Draisine, mit der man zu den einzelnen Signalen fuhr, die kontrolliert und geputzt werden mussten“, so Freund. „Auch die Fernmeldeleitungen, die die einzelnen Stellwerke und Bahnhöfe verbanden, mussten per Draisine gewartet werden.“

Besonders wichtig war der Güterschuppen im Bahnhofsgebäude für den Warenumschlag. Vor und hinter dem Schuppen befanden sich Laderampen. Hier wurden Expressgüter umgeschlagen.

Zudem gab es einen Fahrstuhl für den Gütertransport. Er verband das obere und untere Gleis miteinander, so dass Waren damit in eine andere Richtung geschickt werden konnten.

Wasserturm hatte mehrere Funktionen

Ein Wasserturm auf dem Gelände sicherte nicht nur die Versorgung der Bahngebäude, sondern vor allem den Betrieb der Dampflokomotiven. Der Turm „hatte außen eine Wasserstandsanzeige. Wenn der Wasserstand zu niedrig war, wurde im Pumpenhaus, das in der Schlucht in der Bahnkurve stand, die Pumpe für etwa eine Stunde angeworfen, bis der Tank wieder aufgefüllt war“, erklärt Freund.

Das Bild zeigt den Abriss des Plockhorster Bahnhofgebäudes. Quelle: Ortsheimatpflege Plockhorst

Und noch etwas weiß die Ortsheimatpflegerin zu berichten: „Die Strecke Hannover-Berlin ist, wie auch heute noch zu erkennen, in eine Schlucht gebaut. Die Strecke von Celle nach Peine und Braunschweig war darüber auf einem künstlich aufgeschütteten Bahndamm angelegt. Sie wurde 1921 und 1922 in Betrieb genommen.“

Von Mirja Polreich

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