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Allround-Mittel Spreizdübel ist nicht immer die erste Wahl

Wohnen Allround-Mittel Spreizdübel ist nicht immer die erste Wahl

Dübel ist nicht gleich Dübel: Je nach Wandbeschaffenheit und dem Gegenstand, der befestigt werden soll, müssen Heimwerker die richtige Wahl treffen. Worauf es zu achten gilt, erklärt Peter Birkholz von der Stiftung Warentest.

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Bloß nicht den falschen wählen: Heimwerker sollten immer passende Dübel verwenden.

Quelle: Marius Becker

Berlin. Das hat fast jeder Heimwerker schon mal erlebt: Er versucht, ein Bild aufzuhängen oder ein Regal an die Wand zu schrauben, und der Dübel hält nicht, dreht sich beim Eindrehen der Schraube mit oder lässt sich ganz einfach wieder herausziehen. Am Ende ist das Loch dann so groß geworden, dass überhaupt kein Dübel mehr passt.

Die meisten Dübel entwickeln eine Spreizwirkung, mit der sie sich im Mauerwerk festkrallen, erklärt Peter Birkholz, Fachbuchautor für die Stiftung Warentest. "Man nennt das eine kraft- oder reibschlüssige Verbindung", sagt der Experte. Die Wahl des richtigen Dübels ist von der Art des Mauerwerks abhängig. "Und das einem Regal oder Wandbord beigelegte Befestigungsmaterial ist oft alles andere als geeignet, um eine solide Befestigung zu gewährleisten." Birkholz rät daher, passende Dübel zu besorgen.

Der Klassiker sei der seit Ende der 50er Jahre existierende Spreizdübel, der noch immer am meisten verkauft wird. Doch ist er heute noch die erste Wahl? "Eindeutig nein", sagt Birkholz. "In einer Beton- oder Ziegelwand mag der gute alte Spreizdübel noch seinen Zweck erfüllen, doch bei Hohlblocksteinen oder in Mörtelfugen versagt er." Inzwischen gibt es Vielzweckdübel, die nicht nur in hartem Beton Halt gewähren, sondern sogar in Hohlblocksteinen, Hohlwänden und -decken oder auch in den erwähnten Mörtelfugen. "Sie spreizen sich weit auf, verdrillen sich im Hohlraum und haben Flügel, die ein Mitdrehen verhindern", erklärt Birkholz.

Für ganz spezielle Problemfälle gibt es Kipp-, Gipskarton- und Dämmstoffdübel. "Für sicherheitsrelevante Befestigungen werden metallische Maueranker verwendet, die sogar im Brandfall standhalten." Wenn gar nichts mehr hält, dann helfen Injektionsdübel, bei denen ein Zweikomponentenzement in das Mauerwerk gespritzt wird, was nach dem Aushärten zu einer praktisch unlösbaren Verbindung führt. "Es lohnt sich also, sich ein wenig mit Befestigungstechniken zu befassen und die Prospekte der Dübelhersteller zu studieren", sagt der Heimwerkerexperte.

dpa

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