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Schutzgitter und Herdtürstopp: Tipps fürs Wohnen mit Kleinkindern

Immobilien Schutzgitter und Herdtürstopp: Tipps fürs Wohnen mit Kleinkindern

Eltern machen sich ohnehin schon viele Sorgen um ihre Kinder. Gut ist es da, im Haus mit entsprechenden Vorkehrungen ein paar Gefahren von vornherein auszuschalten.

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Schutzgitter sorgen zu Hause dafür, dass sich Kleinkinder beim Herumkrabbeln nicht in Gefahr bringen.

Quelle: Andrea Warnecke

Hamburg. Sie klettern überall hin und probieren alles - Kleinkinder sind nun einmal neugierig. Damit ihnen das nicht zum Verhängnis wird, sollten Eltern in ihren vier Wänden einige Sicherheitshinweise beachten. Die Aktion Das Sichere Haus (DSH) in Hamburg gibt Tipps:

 

Bad: Weil Kinderhaut viel empfindlicher ist als Erwachsenenhaut, sollte die Temperatur für Heißwasser begrenzt werden - auf maximal 38 Grad. Bevor das Baby gebadet wird, prüfen Eltern die Temperatur dann noch einmal mit dem Thermometer und an ihrem Unterarm. Wichtig ist auch, dass Kinderwannen-Aufsätze nicht wackeln oder abrutschen können. Badesitze für die große Badewanne können gefährlich werden, weil das Kind umkippen kann.

 

Bis zum dritten Lebensjahr können Kinder in nur wenige Zentimeter tiefem Wasser ertrinken. Deshalb dürfen sie niemals unbeaufsichtigt sein: Gut ist, Badetücher und Kleidung, die nach dem Baden benötigt werden, vorher so zurechtzulegen, dass die Eltern ihr Kind nicht aus dem Blick lassen müssen, um sie zu holen.

 

Küche: Wichtig ist hier vor allem das Absichern des Herds. Ein Schutzgitter verhindert, dass Kinder heiße Töpfe herunterziehen können. Nutzen Eltern vor allem die hinteren Platte und drehen die Stiele nicht nach vorn, bietet das zusätzlichen Schutz. Existiert ein Herdtürstopp, bekommt das Kind die Ofentür nicht von alleine auf. Und versenkbare Herdplattenregler verhindern, dass es den Herd anstellt.

 

Daneben sollten elektrische Geräte wie ein Toaster am besten immer ausgestöpselt werden. Wasserkocher und Kaffeemaschine stehen möglichst weit an der Wand gut - mit aufgerolltem Kabel. Bei herumliegenden Kabeln ist ratsam, auf Kabelhalter und Kabelschläuche zu setzen - das schützt vor neugierigem Knabbern. Haushaltschemikalien gehören zudem in einen für Kinder unerreichbaren Oberschrank. Und Schubladen mit gefährlichen Gegenständen wie Messern brauchen einen Ausziehschutz.

 

Balkone, Fenster, Treppen: Nichts, worauf Kinder klettern können, gehört in die Nähe des Fensters oder auf den Balkon. Zu empfehlen sind außerdem Sicherheitssperren für Balkontür und Fenster. Balkongeländer sollten vertikale Stäbe im Abstand von höchstens 9 Zentimetern haben. An Treppen-Enden befinden sich Schutzgitter, die mindestens 65 Zentimeter hoch sind.

 

 

Kinderzimmer:  Ein gutes Gitterbett hat einen Gitterabstand von maximal 12 Zentimetern. Vorhänge mit Kordeln oder Schnüren sollten von dort nicht erreichbar sein. Der Wickeltisch sollte groß genug sein und an allen Enden abgerundet. In einer Raumecke ist er immerhin schon an zwei Seiten gegen Stürze abgesichert. Die DSH rät aber, das Kind nicht auf dem Wickeltisch, sondern auf dem Fußboden zu wickeln, weil es dort gar keine Sturzgefahr gibt.

 

 

Literatur: Die Aktion Das Sichere Haus stellt auf seiner

Webseite die Broschüre "Zu Hause sicher leben. Gefahren erkennen, Unfälle vermeiden" zum kostenfreien Download bereit.

dpa

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