Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Putzen in der Küche: Jede Oberfläche hat ihre Ansprüche

Wohnen Putzen in der Küche: Jede Oberfläche hat ihre Ansprüche

Es gehört zur wöchentlichen Routine: Eigentlich sollte klar sein, wie die Küchenmöbel am besten geputzt werden. Aber jedes Material hat seine eigenen Tücken.

Voriger Artikel
Schallschutz im Haus: Was Bewohner selbst tun können
Nächster Artikel
Vor dem Türkauf lichte Öffnungshöhe messen

Beim Putzen in der Küche gibt es allerhand zu beachten - nicht jeder Reiniger eignet sich für jede Oberfläche.

Quelle: Tobias Hase

Frankfurt/Main. Ein Überblick.

Schmutzige Mikrofasertücher können die Küchenmöbel zerkratzen. Denn Brösel, die man mit dem eigentlich weichen Tuch von der Arbeitsplatte gewischt hat, bleiben im Lappen hängen. Sie scheuern dann lackiertes Glas, glänzendes Acryl und Hölzer auf, die etwa für Küchenfronten gerne verwendet werden. Darauf weist der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) hin. Solche Oberflächen werden möglichst nur mit sauberen und weichen Lappen abgewischt. Verzichten sollte man auch auf harte und scheuernde Schwämme wie Stahlwolle und Topfkratzer. Daneben hat jedes Material ganz eigene Tücken beim Putzen:

 

Glas:  Normal beanspruchte Fronten und Rückwände aus geätztem, satiniertem oder farbigem Glas lassen sich mit Glasreiniger abwischen. Allzweckreiniger löst stärkeren Schmutz, er wird für diesen Zweck unverdünnt aufgetragen.

 

 

Acryl:  Eine Lösung mit Allzweckreiniger ist hingegen gut für Acryloberflächen. Laut IKW empfehlen viele Küchenhersteller, auf Glasreiniger und fettlösende Küchenreiniger zu verzichten. Scheuermilch und -schwämme seien sogar tabu. Auf der porenlosen Oberfläche haftet Schmutz kaum, aber Fingerabdrücke bleiben zurück. Diese lassen sich mit einem leicht feuchten, weichen Baumwolltuch gut entfernen.

 

 

Holz:  Beim wöchentlichen Hausputz werden Küchenmöbel aus Holz ebenfalls mit einer Lösung aus Allzweckreiniger geputzt, gewischt wird in Richtung der Holzfasern. Ein weicher Lappen rubbelt die Fläche anschließend trocken. Ungeeignet ist auch hier Scheuermilch.

 

 

Stein: Aus Granit oder Schiefer werden gerne Arbeitsplatten hergestellt. Laut dem IKW sind Natursteine pflegeleicht, sie sollten allerdings etwa einmal pro Jahr imprägniert werden. Das schützt die Poren vor Fett, Öl und farbigen Flecken. Zum wöchentlichen Reinigen kann eine Allzweckreinigerlösung und ein weicher Lappen genutzt werden, anschließend wird die Fläche trocken gewischt.

 

 

Edelstahl: Geschliffener oder gebürsteter Edelstahl wird mit Spülmittel oder Scheuermilch geputzt, es gibt auch Spezialmittel im Handel. Es wird nur in Schliffrichtung gewischt. Für auf Hochglanz polierten Edelstahl eignet sich Glasreiniger. Auf allen Varianten wird das Putzmittel am besten direkt mehrmals mit einem in klarem Wasser ausgespültem Lappen nachgewischt und die Fläche mit einem weichen Tuch trocken poliert. Damit das Wasser abperlt, ohne Flecken zu hinterlassen, kann Edelstahl jährlich mit einer speziellen Polierpaste behandelt werden. Salzsäurehaltige Reiniger und Bleichmittel sind tabu. Hartnäckige Fettspritzer an Flächen hinter dem Herd können mit Küchenreiniger vorbehandelt werden.

 

 

Laminat und Schichtstoff: Arbeitsplatten aus diesen Materialien werden mit handelsüblichem Allzweckreiniger geputzt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles